Kochen wie in Sri Lanka

Vorbemerkung:

In Sri Lanka werden die Gerichte fast alle mit dem Begriff "Curry" bezeichnet. Es handelt sich um sehr stark gewürzte Speisen, die im Original einem Europäer kaum zuzumuten sind, da sie zu scharf sind. Auch bei den hier vorgestellten Rezepten handelt es sich noch um recht scharfgewürzte. Man sollte also vielleicht etwas sparsamer umgehen mit dem Chilipulver. Sri Lanka ist eine Gewürzinsel; viele Gewürze, die wir hier kaufen können, kommen u.a. auch von dort. Die Grundgewürze für Fleisch- oder Fischcurry sind Chiliepulver (oder kleine getrocknete Chilischoten), Currypulver (allerdings nicht das, was wir herkömmlich unter Currypulver bei uns kaufen können), Kümmel, Tomatenmark, Zwiebel, Knoblauch, evtl. frischer Ingwer, Curryblätter, Zitronengras, Kurkuma, Korianderpulver, evtl. Krabbenpulver. Fertige Gewürz-Sets, die u.a. auch drei verschiedene fertige Curry-Mischungen beinhalten, erhält man in gut sortierten Dritte-Welt-Läden oder kann sie bei der GEPA bestellen.

Chickencurry:

Zutaten (für vier Personen):
1 Huhn oder Hähnchen
2 Teelöffel Chilipulver
2 Teelöffel fertig gemischtes Currypulver (schwach scharf)
1/2 Teelöffel (Kümmelpulver, normaler oder Kreuzkümmel)
1 Messerspitze Kurkuma
1 große Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 kleines Stück Ingwer
Fett oder Öl zum Braten
ein Becher Joghurt
3 Esslöffel Curryblätter
etwa Tomatenmark
Salz

Zubereitung:
Zwiebeln und Knoblauch fein hacken und leicht anbräunen. Das Huhn klein schneiden, salzen und mit allen Zutaten außer dem Tomatenmark, Ingwer und Joghurt in den Topf geben. Nach ca. 4-5 Minuten eine Tasse Wasser mit dem darin aufgelösten Tomatenmark dazugeben und etwa 20 Minuten köcheln lassen. Dann den Ingwer und Joghurt dazugeben, weitere 15 Minuten fertiggaren. Eventuell nachsalzen und etwas Zitronensaft zufügen. Statt Joghurt kann man auch saure Sahne o.ä nehmen.

Zu jedem Curry gehört Reis, der bei festlichen Anlässen mit Kurkuma gefärbt ist. Wie "beim Chinesen" sollte der Reis von etwas "klebriger" Konstistenz sein; traditionell wird in Sri Lanka mit den Fingern gegessen, was "richtig" gar nicht so einfach ist. Am besten trinkt man dazu ceylonesischen Tee, aber man kann natürlich auch alles andere trinken, z.B. Toddy, eine Art Palmwein. Hinterher ist ein Arrak nicht schlecht.

Das oben beschriebene Rezept kann auch auf andere Fleischgerichte angewendet werden, z.B. Beef-Curry o.ä.

Rote Linsen

Zutaten (4 Personen):
1/2 Kilo Rote Linsen
2 Zwiebeln
2 Teelöffel Krabbenpulver
einige Curryblätter (ersatzweise Lorbeerblätter)
etwas Zitronengras (ersatzweise Zitronenmelisse)
2 Teelöffel Kümmel
1 Teelöffel Senfkörner
2 getrocknete Chilis
ca. 1/8 l süße Sahne
Salz

Zubereitung:
Die roten Linsen ca. 30 Minuten einweichen und anschließend gut waschen. Zwiebeln fein hacken und anbräunen. Dann die restlichen Zutaten dazugeben und zuletzt die Linsen. Nur wenig Wasser verwenden. Alles auf mittlerer Hitze gar kochen. Zum Schluss Sahne zufügen und mit Salz abschmecken.
 
 

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